Aktuelle Entwicklungen und Trends in den Regionen Mittelost-/Südosteuropas

Im Auftrag des Bundeskanzleramts wurde, gemeinsam mit dem Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche, ein Experten-Impulspapier zur Relevanz der aktuellen Trends in Mittelost-/Südosteuropa für die Regionalentwicklung in Österreich erstellt. Das Impulspapier dient auch als ein fachlicher Orientierungsrahmen für die strategische Positionierung Österreichs in der EU-Donauraum-Strategie und für die Vorbereitung der nächsten EU-Programmperiode 2020+.

Neben der Analogie der wirtschaftlichen Entwicklung anhand einer Vielzahl an relevanten Indikatoren liegen die Schwerpunkte des Impulspapieres auf a) der Darstellung der Veränderung von handlungsleitenden Narrativen hinsichtlich der mittelost- und südosteuropäischen Nachbarländer Österreichs sowie des Donauraums seit den 1990er Jahren, b) der Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die österreichische Raum- und Regionalpolitik und c) der Ermittlung eines zusätzlichen Forschungs- und Vertiefungsbedarfs in Bereichen von besonderer Relevanz für Österreichs Wirtschaft, Regionen und die darauf bezogenen Politiken.

Es wurde die zentrale Bedeutung von Mittelost- und Südosteuropa für Österreich herausgearbeitet und unter anderem festgestellt, dass die Euphorie der Phase der EU-Erweiterung von 2005 verflogen ist und sich Ernüchterung bis hin zu Resignation breitgemacht hat. Vor diesem Hintergrund wird die Entwicklung einer neuen Haltung zu dieser Region empfohlen, die eine realistische Perspektive einnimmt und von der Notwendigkeit der weiteren Kooperation ausgeht.  

Die Ergebnisse des Impulspapiers wurden in Form von Hypothesen, Schlussfolgerungen und weiterführende Fragen festgehalten. Die Ergebnisse wurden in einem Workshop mit relevanten AkteurInnen der österreichischen Regional- und Donauraumpolitik vorgestellt und diskutiert.  

Projektinfos

Auftraggeber: 
Bundeskanzleramt, Abteilung IV/4 Koordination – Raumplanung und Regionalpolitik
Projektteam: 
Helmut Hiess
Projektpartner: 
Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche
Zeitraum: 
2015/2016