„Unlösbare Probleme lösen“ – na endlich!

Der Wochenzeitung verkehr, international und seit 1945 zu haben, entnehme ich einen bemerkenswerten Satz, eine Herausforderung für alle PlanerInnen: „Unlösbare Probleme lösen“, das bietet die Wirtschaftsagentur Wien mit ihrem Co-Creation Lab Vienna (CCLV) an. Dieses Angebot wird begrifflich stark unterfüttert: Challenge The Challenge, Sounding Board, Mapping, Prototyping & Testing – alles Kompetenzen und Verfahren, die nur in englischer Sprache einen überzeugenden FLOW vermitteln. Die Überschrift ist aber deutsch und sie ist unsinnig: wenn Probleme wirklich unlösbar sind, dann ist das so – was immer man glaubt tun zu können. Natürlich versuchen sich auch PlanerInnen immer wieder am Unlösbaren, und sie scheitern bewusst oder unbewusst. Reflexives Scheitern kann außerordentlich hilfreich sein, es erzeugt Demut und Einsicht. Der Anspruch aber, jedes Problem für lösbar zu halten ist vor allem in der Ausbildung fatal. Es erzeugt eine radikale Gläubigkeit, die für die Herausforderungen der Zukunft nicht hilfreich sein dürfte.