Topic of the month

Erfolgreiche Verkehrsplanung ist auf Kommunikation angewiesen. Das war nicht immer so. Prächtige Straßen und Länder verbindende Bahnstrecken entstanden nach knappen Sätzen der Herrscher: „es ist mein Wille“, und schon waren die Ring­straße Wiens und die Südbahn bis nach Pula gebaut.

Wären da nicht die Wahlen in den USA und in Österreich, das Votum der Briten und mit „postfaktisch“ ein neues Eigenschaftswort – die Beteiligung der Bevölkerung an Veränderungsprozessen wäre wohl „business as usual“.

Der ORF titelte am 27.9.2016 „Wo der Dreck in der Luft landet“ und berichtete über eine aktuelle Evaluierung des Luftgüteberichts der Weltgesundheitsorganisation WHO. In diesem Bericht wurde Klosterneuburg fälschlicherweise als Ort mit der schlechtesten Luftqualität in Österreich ausgewiesen.

Das Auto der Zukunft soll sich vollkommen selbstständig im Verkehr bewegen können.
Fraglich ist, wie dieser vermeintliche Quantensprung der Mobilität unsere Lebens- und Arbeitswelten verändern wird.

Lange Zeit waren Verkehrsmodelle ein wichtiges, hoch geschätztes Beurteilungsinstrument für die Erweiterung von Verkehrsnetzen.

Es gibt wenige Begriffe im Verkehr, die so häufig vergleichend verwendet werden wie der so genannte Modal Split, ...

Im rot-grünen Regierungsübereinkommen – eine Stadt, zwei Millionen Chancen – wird der öffentliche Raum mehrfach thematisiert: Aufenthaltsqualität, Flaniermeilen, faire Aufteilung, temporäre Fußgängerzonen, Begegnungszonen ....

Urbo kune – die gemeinsame Stadt scheint zwar selbstverständlich einerseits, ist aber radikal gedacht eine Utopie. Im Rahmen der Ausstellung „Romane Thana – Orte der Roma und Sinti“, fand die Veranstaltung „urbo kune wird romane than“ statt, unter anderem mit dem Thema „Urbo kune als Musterstadt für moderne Nomaden“.

Begegnungszonen sind der neueste verkehrspolitische Trend. Aber in welchen Fällen sind sie tatsächlich zweckmäßig? Dieser Frage wurde im Rahmen einer Planungswerkstatt der Forschungsgesellschaft Straße – Schiene - Verkehr am 12.2.2015 nachgegangen. Mehr als 30 TeilnehmerInnen diskutierten die Einsatzmöglichkeiten von Begegnungszonen anhand konkreter Beispiele.

In Zeiten des Wahlkampfes sind Vernunft und Erinnerung ausgeblendet. Nur so wird die Forderung nach U-Bahnen ins Wiener Umland verständlich, wurde ein Jahrzehnte langer Diskurs offenbar verschlafen. Während die drei Bundesländer der Ostregion im verkehrspolitischen Gleichklang auf den Ausbau der S-Bahn setzen, fordert die ÖVP Wien gegen alle ökonomischen und verkehrlichen Argumente und ohne jede finanzielle Grundlage U-Bah­nen, hinaus ins Grüne.

Werner Rosinak, Verkehrsplaner